Den richtigen Blank für das „Traction“-Fischen wählen
Eine Rute ist zuallererst ein Werkzeug, das einem präzisen Lastenheft und einem klar definierten, bisweilen sehr spezifischen Einsatzzweck entsprechen muss. Diese Wahl sollte wohlüberlegt erfolgen; wichtig ist, die unterschiedlichen Parameter des beangelten Umfelds, die Eigenschaften der Zielart sowie die Zwänge durch die Umsetzung einer oder der Kombination mehrerer Animationstechniken zu berücksichtigen. Auf Basis dieses Dreiklangs lassen sich Länge, Power und Aktion exakt bestimmen.
Das Wolfsbarschangeln in „Traction“-Führung hat sich mit dem Aufkommen von Gummiködern zu einer von vielen Anglern bevorzugten Technik entwickelt. Ihre Umsetzung erfordert jedoch spezifische Animationen, die auf Amplitude, Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit sowie auf der Fähigkeit beruhen, Grundkontakt und Bisse zu spüren. Für wirksames Angeln ist es daher entscheidend, einen in Länge, Power und Aktion passenden Blank zu wählen.

Was ist „Traction“-Fischen?
Die ursprünglich für den Wolfsbarsch entwickelte Traction-Führung ist auch im Süßwasser, insbesondere auf Hecht, äußerst effektiv. Sie wird überwiegend mit Gummiködern vom Typ Shad praktiziert, funktioniert aber ebenso gut mit schwanzlosen, schlanken Modellen, die an Sandaale erinnern.
Die Durchführung beruht auf dem Wechsel zwischen weiten Zugphasen und Entspannungsphasen, entweder grundnah oder im Freiwasser. Die erste Phase ist in der Regel dynamisch und soll die Neugier der Räuber in der Zone wecken, die zweite bietet dann ein leichtes Zeitfenster für den Angriff. In 99 % der Fälle erfolgen die Bisse während dieser zweiten Phase der Animation.
Auch wenn diese Technik meist vom Boot aus praktiziert wird, da sie eine gewisse Tiefe erfordert, lässt sie sich dennoch vom Ufer aus anwenden – an steilen Kanten, die einen direkten Zugang ins Tiefe bieten. Mit verschiedenen Ködergrößen und vor allem vielfältigen Gewichten (sogar 7 g) lassen sich Bereiche von 3 bis 30 m Tiefe absuchen. Am geeignetsten sind große, strömungsbespülte Felsplateaus, isolierte Felsköpfe oder markante Kanten.

Materialanforderungen beim Traction-Fischen
— Da die Traction-Führung auf weiten Bewegungen basiert, ist ein vergleichsweise langer Blank unerlässlich. Ruten zwischen 2,40 m und 2,60 m sind ideal.
— Um die Lauftiefe des Köders präzise zu steuern, jeden Kontakt zu registrieren und den Grund zu „lesen“, sind Resonanz und Sensibilität – die Fähigkeit, den Köder zu „fühlen“ – entscheidende Kriterien. Ein Blank aus Hochmodul-Kohlefaser ist daher Pflicht.
— Schließlich ist für optimale Rückmeldung, effiziente Anhiebe und präzise Köderführung eine schnelle Aktion ebenso unverzichtbar. Eine harte Spitze ist oft am besten geeignet, eine „spielfreudigere“ Spitze bietet jedoch mehr Vielseitigkeit bei kleineren Gewichten und eine bessere Schnurkontrolle.
— Die Power (Wurfgewicht) des Blanks muss an die Eigenschaften der Spots und der verwendeten Köder angepasst werden. Selbstverständlich erfordern 12-cm-Shads mit 21-g-Jigköpfen ein anderes Werkzeug als 18-cm-Köder mit 45-g-Jigköpfen. Entsprechend gibt es zahlreiche Modelle von 10–30 g bis 30–90 g, die das gesamte Einsatzspektrum abdecken.

Die unverzichtbare 800er-Serie
Für eine speziell auf die Traction-Führung ausgelegte Rute braucht es keine langen Überlegungen: Wählen Sie bei North Fork Composites die 800er-Serie, deren Eigenschaften die oben beschriebenen Anforderungen in jeder Hinsicht erfüllen.
Der 805HM ermöglicht das Angeln mit 10 bis 30 g schweren Ködern und ist zudem eine ausgezeichnete Wahl für Uferangler.
Der 807HM ist der Bestseller im North-Fork-Composites-Sortiment für diese Technik, da seine mittlere Wurfgewichtsspanne die große Mehrheit der Situationen abdeckt. Ausgelegt für 15–50 g, führt er sowohl 12-cm-Shads mit 21 g als auch 15-cm-Modelle mit 42 g souverän.
Der 809HM wiederum, mit 30–80 g Power, ist die erste Wahl für die schwereren Anwendungen.
Auch bei NFC steht der SJ 804 Delta der Traction-Führung in nichts nach – mit seiner runderen Aktion, die viele Anwender begeistert.
Bei Rodbuilder’s Republic haben sich die PPS 80H und 80XH ebenfalls als unverzichtbare Referenzen etabliert: Sie decken im Wesentlichen denselben Power-Bereich wie die 807er und 809er ab.
Für Freunde kürzerer Modelle ermöglichen der Statement 766 von Rodbuilder’s Republic und der PHX 764 von Phenix das Animieren von Ködern mit 10 bis 40 g (ersterer) bzw. 15 bis 50 g (letzterer).











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